Beleuchtung des größten
Plug-in-Hybridschiffes der Welt

Die MS Color Hybrid, die sich im Besitz von Color Line befindet und von ihr betrieben wird, kann bis zu eine Stunde lang nur mit Batterieleistung betrieben werden.

Die MS Color Hybrid wurde von Fosen Yard entworfen und von der Ulstein Verft gebaut. Das Schiff ist 160 Meter lang, hat eine Kapazität von bis zu 2000 Passagieren und 500 Fahrzeugen. Seit August 2019 verkehrt sie auf der Color Line Strecke zwischen Sandefjord in Norwegen und Strömstad in Schweden. Das Hybrid-Antriebssystem ermöglicht es der MS Color Hybrid, nur mit Batterieleistung in den und aus dem Fjord von Sandefjord zu fahren. In diesem Gebiet entstehen keine Emissionen schädlicher Treibhausgase oder Stickstoff- und Schwefelverbindungen. Die Lärmreduzierung ist ein wichtiger Pluspunkt dieses Schiffes.

Grüne Denkweise

Nach Angaben der Ulstein Verft basieren die Lösungen für das Schiff auf einem grünen Konzept, wie beispielsweise der Vermeidung von Emissionen für Teile der Strecke. Es gibt noch weitere Implementierungen, kleine und große, die es insgesamt zu einem Schiff machen, das einem grünen Standard entspricht. Eine dieser Installationen ist ein Gewächshaus an Deck, das durch die Wiederverwendung von Abwärme für die Kräuterproduktion an Bord betrieben wird. Passagiere, die den Blick aufs Meer lieben, werden wahrscheinlich auf den Achterbrückenflügel zusteuern, der so konzipiert wurde, dass er eine „Vogelperspektive“ bietet. Ein Glasboden bietet einen einzigartigen Blick direkt ins Meer, so dass die Passagiere sich dem Rhythmus der Wellen anpassen können.

In den Passagierbereichen wollte ich die Dinge einfach halten und nur eine Handvoll Produktfamilien einsetzen. Ich habe die Beleuchtung verwendet, um dem Rest des Designs eine gewisse Struktur zu verleihen. An manchen Stellen ist die Beleuchtung nicht direkt sichtbar, an anderen werden Strahler eingesetzt, um die Aufmerksamkeit der Besucher zu lenken.

Innenarchitektin Cecilia Kinnison (Kinnison Design)

Nachhaltige Beleuchtung

Glamox konzentriert sich bei der Entwicklung neuer Beleuchtungsprodukte intensiv auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz. Unsere LED-Leuchten verbrauchen weniger als die Hälfte der Energie herkömmlicher Schiffsbeleuchtung und produzieren deutlich weniger Abfälle. Dadurch, dass keine Leuchtstofflampen ausgetauscht werden müssen, reduziert sich auch der Wartungsaufwand auf ein Minimum.

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Die Zusammenarbeit zwischen Glamox, der Ulstein Verft und Color Line ist ein voller Erfolg. Glamox hat die Beleuchtung für jeden Bereich des Schiffes geliefert, von den steuerfreien Shops, Restaurants und Kabinen bis hin zu Brücke, Maschinenraum und Außenbereich. Zu den Produkten gehören Flutlicht, Suchscheinwerfer, Navigationslicht, technische Beleuchtung, Deckenbeleuchtung, Scheinwerfer, Kabinenbeleuchtung und mehr.

Die 2,5-stündige Reise mit Color Hybrid ist mehr als nur ein sicherer Transport von Sandefjord nach Strømstad. Es ist ein Erlebnis, auf das man sich freuen kann. Die Innenarchitektin Cecilia Kinnison hat bei der Umsetzung dieser Vision eine Schlüsselrolle gespielt.

Die Innenarchitektin Cecilia Kinnison (Kinnison Design) war für die gesamte Innenarchitektur aller öffentlichen Räume verantwortlich – von der Konzeption bis zur Detailplanung für Bereiche wie Shops, Cafés und Restaurants, Treppenhäuser und die Lounge. „Color Line suchte nach einem modernen, aber einfachen Konzept für das Schiff, das den Passagierfluss erleichtert. Für mich war es außerdem wichtig, eine Umgebung zu schaffen, in der die Passagiere das Gefühl haben, dass sie zusammenwachsen können, einen Ort, an dem Erinnerungen entstehen, an dem Menschen zusammenkommen und an den sie zurückkehren wollen! Um dies zu erreichen, sind mehrere interessante Objekte im gesamten Schiff verteilt. Handgefertigte, dekorative Elemente, die man einzeln entdecken kann“, erklärt Kinnison.

“Kleine Ausrufezeichen”

Kinnison bezeichnet die Objekte als „kleine Ausrufezeichen“. Beispiele für solche Ausrufezeichen sind „Norwegens erstes Elektroauto“ und ein handgefertigtes Elektrofahrrad. Die Architektin wollte die Themen „Technologie“ und „Umwelt“ in der Innenarchitektur aufgreifen, da dies die Kernthemen der Color Hybrid ist. „Ein gutes Beispiel ist WeWatt, ein Gerät, mit dem Sie Ihr Handy durch Treten mit dem Fahrrad aufladen können. Für mich geht es nicht nur um Technik, sondern auch um den Menschen. Hinter jeder Technologie steckt ein Mensch“, sagt sie.

Grenzenloser Raum

Ein weiteres wichtiges Ziel der Architektin war es, offene Räume mit möglichst wenig physischen Barrieren zwischen den verschiedenen Bereichen zu schaffen. „Ich möchte, dass die Passagiere das Gefühl haben, dass es keine Türen gibt, die sie aufhalten – ich wollte ein Gefühl von Offenheit und grenzenlosem Raum schaffen“, erklärt Kinnison. „Die hohen Panoramafenster verstärken das offene Gefühl und lassen die Außenwelt herein“, betont Kinnison. Kinnison hat ebenfalls die Design-Themen für die verschiedenen Restaurants und die Lounge ausgewählt. Ein moderner Ansatz für maritime Themen ist ein gemeinsames Merkmal. Sie verdeutlicht: „Für das Restaurant Koster Buffet habe ich mich vom schwedischen Archipel mit einer Farbkombination aus Blau, Türkis, Braun und Weiß inspirieren lassen. Die Bar und die Lounge hingegen sind eine Hommage an den Ozean und sind inspiriert von Yachten und dem freien Blick aufs Meer“, erklärt sie.

Struktur durch Beleuchtung

Bei der Beleuchtung verlangte Color Line langlebige LED-Produkte, die den Anforderungen der maritimen Umgebung gerecht werden. „In den Passagierbereichen wollte ich die Dinge einfach halten und nur eine Handvoll Produktfamilien einsetzen. Ich habe die Beleuchtung verwendet, um dem Rest des Designs eine gewisse Struktur zu verleihen. An manchen Stellen ist die Beleuchtung nicht direkt sichtbar, an anderen werden Strahler eingesetzt, um die Aufmerksamkeit der Besucher zu lenken, sagt Kinnison.