Bessere Bank mit smarter-Beleuchtung

Als eine der ersten Banken in Europa hat die SpareBank 1 Nord-Norge in mehreren ihrer Finanzzentren Human Centric Lighting (HCL) installiert. Den Anfang machte die Filiale in Mo i Rana, die vor kurzem neue Räumlichkeiten bezog. 

Vielleicht ist es nicht die Beleuchtung, die die Besucher als erstes bemerken, wenn sie das neue, ultramoderne Gebäude der SpareBank 1 Nord-Norge (SNN) in Stadtkern von Mo i Rana in Nordnorwegen betreten. Doch die Beleuchtung spielt in diesem Gebäude eine zentrale Rolle. Die Bank hat sich dazu entschlossen, in Human Centric Lighting zu investieren, eine künstliche Beleuchtung, die durch Adaptierung der Lichtintensität und Farbtemperatur das Tageslicht nachahmt. Dieser Beleuchtungstyp kann einen besseren zirkadianen Rhythmus hervorrufen, die Konzentration verbessern, Schlafstörungen vorbeugen und insgesamt das Wohlbefinden fördern.Glamox hat die Leuchten und das Lichtmanagement-system geliefert, während Haaland, das auch als Generalunternehmer im Projekt auftrat, für die Installation verantwortlich war. Damit hat die Sparebank1 Nord-Norge als erste Bank in Norwegen und eine der ersten in Europa in diesen Beleuchtungstyp investiert.

Die Bilder zeigen, wie die Farbtemperatur und Beleuchtungsstärke im Laufe eines Tages variieren können. Vom energiereichen, kaltweißen, das dem morgendlichen Tageslicht ähnelt, bis zum warmweißen Licht, das die Entspannung fördert. Dies ist im Beleuchtungssektor als Human Centric Lighting bekannt.

Die Zukunft beleuchten

„Wir sind überzeugt, dass dieser Beleuchtung die Zukunft gehört“, sagt  Øystein Eikrem, der Leiter der technischen Abteilung von SNN. „Deshalb führen wir sie jetzt im großen Maßstab in mehreren unserer Finanzzentren ein, die wir gerade neu errichten. Neben Mo i Rana werden wir auch in Finnsnes, Alta, Bodø und unserer Hauptniederlassung in Tromsø investieren.“Die wissenschaftliche Erforschung der biologischen Einflüsse des Lichts auf den Menschen läuft seit vielen Jahrzehnten. Mit der Entdeckung von Ganglienzellen in der Netzhaut machten die Forscher 2002 eine wichtigen Durchbruch. Die Zellen reagieren auf die blauen Wellenlängen im Licht und senden Signale ans Hirn, die dafür sorgen, dass die biologische Uhr im Körper mit dem zirkadianen Rhythmus Schritt hält.Doch wenn das Licht verschwindet, verschwinden auch die Signale zum Auge. Besonders in den nördlichen Breiten haben viele Menschen aufgrund des fehlenden Tageslichts in den Wintermonaten Probleme. Das Tageslicht wirkt sich nicht nur auf den Schlafzyklus aus. Signale von den Ganglienzellen im Auge regeln auch die Hormonproduktion, die wiederum Auswirkungen unter anderem auf das Energieniveau, die Wachheit und das Wohlbefinden haben.

Viele positive Effekte

Die Forschung zeigt, dass eine korrekte Beleuchtung Schlafstörungen entgegenwirken kann, und sie weist auch viele positive Effekte nach. „Untersuchungen besonders in den Niederlanden und Norwegen belegen positive Resultate durch die Verwendung von HCL in Büroumgebungen und Schulen“, unterstreicht Eikrem. „Das ist neu und ziemlich spannend, um es zurückhaltend zu formulieren. Wenn HCL das Wohlbefinden fördern und den Krankenstand reduzieren kann, profitieren davon alle Beteiligten.Unsere wichtigste Ressource sind die Mitarbeiter, die in der Bank arbeiten. Deshalb müssen wir alles so organisieren, dass wir ihnen die besten Bedingungen bieten. Wir müssen nicht nur einladende, angenehme Arbeitsumgebungen, sondern auch die besten technischen Vorrichtungen für sie bieten, wozu auch eine zukunftsorientierte Beleuchtung zählt. Das fördert auch eine angenehmere Erfahrung für die Besucher der Bank.“Bürolandschaften sind ideal für Human Centric Lighting. Diese Lösungen können den Beschäftigten mehr Energie und eine höhere Motivation geben. Beispielsweise kann ein kaltweißes Licht mit einer hohen Beleuchtungsstärke am Beginn des Arbeitstags für die Synchronisierung der biologischen Uhr sorgen. In Ländern mit wenig Tageslicht in den Wintermonaten können „abstimmbare weiße“ Leuchten zu einer Verringerung von Winter-depressionen und anderen jahreszeitlich bedingten Beschwerden führen. Die gleiche Beleuchtungseinstellung kann auch kurzfristige Effekte auf die Konzentration und Wachheit haben, wenn sie richtig eingesetzt wird.


Depressionen

„Fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung haben mit Winterdepressionen zu kämpfen, was zu Stimmungstrübungen, einem niedrigen Energieniveau, Motivationsproblemen und einer ständigen Müdigkeit führt“, erklärt Eikrem. „Diese Beschwerden können durch die richtige Beleuchtung reduziert werden. Deshalb ist die HCL-Beleuchtung für uns umso wichtiger, weil wir in einem Land mit einem langen Winter leben.“In den neuen Räumlichkeiten von SpareBank1 Nord-Norge in Mo i Rana ist das Beleuchtungssystem in den Arbeitsräumen für die 36 Beschäftigten nach einem festen Tageszyklus voreingestellt. Morgens, wenn das Personal zur Arbeit kommt, hat die Beleuchtung ein warmes Weiß und die Beleuchtungsstärke beträgt etwa 400 bis 500 Lux. Nach einer Weile wechselt die Beleuchtung zu einem kalten Weiß und die Beleuchtungsstärke wird auf 800 Lux erhöht, bevor sie wieder abgesenkt und zur Mittagszeit hin wärmer wird. Nach der Mittagspause nehmen die blauweißen Töne wieder zu, bevor sie zum Ende des Arbeitstags abnehmen und das warmweiße Licht wieder überwiegt. In den Sitzungs- und Ruheräumen kann das Licht in drei Kategorien eingestellt werden – normale Beleuchtung (4.000 Kelvin, 500 Lux), ruhige Beleuchtung (3.000 Kelvin, 500 Lux) und Fokusbeleuchtung (6.000 Kelvin, 800 Lux), je nach Bedarf. 

Neben den Deckenleuchten mit HCL hat Glamox auch Arbeitsplatzleuchten (Split) für das Projekt geliefert.


Inspirierendes Pilotprojekt

Espen Ytterstad, Vertriebsingenieur von Glamox, beschreibt die HCL-Investition der SpareBank 1 Nord-Norge als ein spannendes Pilotprojekt, an dem er mitgewirkt hat.„Dies ist das erste Mal, dass wir HCL in einer Bank installiert haben, und das Prinzip wird auf viele Standorte der Bank ausgeweitet“, sagt er. „Deshalb ist es ein Pilotprojekt für uns und die Bank. Mit dieser sportlichen und mutigen Investition schafft die Bank eine hochmoderne Arbeitsumgebung, in der sich die Beschäftigten bei der Arbeit wirklich wohlfühlen.“Ytterstad lobt zudem die Zusammenarbeit mit Haaland: „Haaland hat nicht nur bei der Installation, sondern auch der Programmierung der Leuchten kooperiert. Die Zusammenarbeit verlief dabei ganz hervorragend.„Für uns ist es wichtig, dass unser Kooperationspartner ernsthaft bei der Sache ist und über angemessene Erfahrungen verfügt“, sagt Øystein Eikrem von SNN. „Deshalb hat Glamox den Zuschlag bekommen. Wir freuen uns jetzt sehr darauf, was unser Personal dazu meint. Wir sind sehr gespannt auf die Verbesserungen bei der Arbeitszufriedenheit und den Rückgang beim Krankenstand, mit dem wir fest rechnen.“ Bankdirektor Tor Magne Aanonli von der SNN-Filiale in Mo i Rana freut sich über die Investition in die Beleuchtung und kann es kaum erwarten, welche Effekte sie in der Zukunft haben wird.„Wir sind gerade erst eingezogen und können sehen, dass wir immer sehr viel Licht und eine gute Beleuchtung haben“, sagt er. „Auch wenn es draußen noch recht hell ist, können wir es kaum abwarten, wie es wirken wird, wenn die Tage dunkler werden.“