Referenzen

BASF in Münster-Hiltrup

Das Firmengelände des Unternehmensbereichs Coatings der BASF in Münster-Hiltrup im Nordwesten Deutschlands umfasst eine Fläche von 427.000 Quadratmetern. Hier befinden sich eine Reihe großer Produktionseinheiten für die Herstellung von Lacken, Kunstharzen, Lösungsmitteln und anderen Chemikalien. Zudem befindet sich an dem Standort eine hochmoderne Abfallver- brennungsanlage, die Abfälle in Energie umwandelt, mit der ein Teil des Werks betrieben wird.

Die Bezeichnung Waste-to-Energy (WTE, „von Abfall zu Energie“) wird für Anlagen verwendet, die Abfälle in einem Ofen oder Kessel verbrennen, um Wärme, Dampf oder Elektrizität zu erzeugen. Die Abfallverbrennungsanlage im BASF-Werk Münster verfügt über einen Drehofen mit einer Betriebstemperatur von 900 °C. Sämtliche Abfälle aus der Produktion, einschließlich chemischer Rückstände und anderer Stoffe, werden bei dieser extrem hohen Temperatur verbrannt. Aus der bei diesem Verbrennungsprozess gewonnenen Wärme wird Energie erzeugt.

Verbrennung bei hohen Temperaturen
Dieter Heeren, tätig im Bereich Infrastructure Management bei BASF, leitet die Abfallverbrennungsanlage. Er erklärt, dass die Verbrennung bei hohen Temperaturen ein Entsorgungsverfahren ist, bei dem flüssige, breiige und feste Abfälle mittels Verbrennung in Rest- und gasförmige Stoffe wie Dampf umgewandelt werden.

„Mithilfe des Dampfes erzeugen wir Energie, mit der dann das Werk hier in Münster-Hiltrup betrieben wird“, so Heeren. „Wir erzeugen 8–10 Tonnen Dampf pro Stunde. Das ist aus- reichend, um ein Drittel des Bedarfs an thermischer Energie im BASF-Werk Münster zu decken.“

Industrieabfälle, die toxische Stoffe enthalten, müssen über spezielle Systeme entsorgt werden. BASF hat sich der Entwicklung von Chemie für eine nachhaltige Zukunft verpflichtet. Die sichere Entsorgung von toxischen und chemis- chen Abfällen im Werk ist ein wesentlicher Bestandteil der Werte und Strategien des Unternehmens. Die Abfallver- brennungsanlage im BASF-Werk Münster wird auch von anderen Produktionsunternehmen aus der Umgebung genutzt. Dieter Heeren ist im BASF-Werk Münster für die Abfallverbrennungsanlage verantwortlich.

Dieter Heeren: „In dieser Anlage werden pro Jahr 13.000 Tonnen Abfall verarbeitet. 8.000 Tonnen davon kommen aus unserer eigenen Produktion. Um die 5.000 Tonnen erhalten wir von anderen Produktionsunternehmen aus der Region.“

Umstieg auf LED-Beleuchtung
Die Abfallverbrennungsanlage im Werk Münster ist ein gut sichtbares Gebäude am Rand des riesigen Industriegeländes. Sie ist jeden Tag rund um die Uhr in Betrieb. Aus Sicherheits- gründen muss die Anlage jederzeit optimal und effizient beleuchtet sein. Vor Kurzem wurde die gesamte Beleuchtungslösung modernisiert:

Die herkömmlichen Leuchtstoffröhren wurden durch 175 moderne MIR LED-Leuchten von Glamox ersetzt. Diese
leistungsstarken Leuchten sorgen dafür, dass die Abfallverbrennungsanlage rund um die Uhr bestens beleuchtet ist und dabei nur einen Bruchteil der Energie verbraucht wird, die für den Betrieb von herkömmlichen Beleuchtungskörpern notwendig wäre. Schätzungen zufolge spart das Werk allein an dieser Anlage 50.000 kW jährlich gegenüber der alten Beleuchtungslösung.

MIR LEDs sind hochwertige Industrieleuchten mit leistungsstarken LED-Lichtquellen, die auch an den hohen Decken von Produktionshallen sehr gute Resultate liefern. Sie sind auf Temperaturen von –30 °C bis +45 °C ausgelegt und werden mit einer Reihe von lackierten und unlackierten Edelstahlgehäusen sowie einer Auswahl von Diffusoren für unterschiedliche Einsatzbereiche angeboten. MIR LEDs verfügen über eine hohe IP-Schutzklasse (Ingress Protection, Schutz gegen Eindringen), das bedeutet, dass sie wasser- und staubdicht sind.

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Eine Welt voller Farben
Der Unternehmensbereich Coatings der BASF entwickelt, produziert und vermarktet ein hochwertiges Sortiment innovativer Fahrzeug-, Autoreparatur- und Industrielacke sowie Anstriche für Gebäude.

Hightech auf Haaresbreite
Das Lackieren eines Autos ist ein komplexes Verfahren. Fahrzeuglack wird nicht als fertiges Endprodukt geliefert. Erst wenn die verschiedenen Schichten nacheinander unter ganz bestimmten Bedingungen aufgetragen wurden, erhält der Lack seine gewünschte Qualität. Daher spielt der Applikationsprozess eine besonders wichtige Rolle.

Die Lackierung besteht bei modernen Autos aus insgesamt vier Schichten. Alle Schichten zusammen messen gerade einmal einen zehntel Millimeter – das entspricht einem menschlichen Haar. Trotzdem muss diese dünne Lackschicht einer hohen Beanspruchung standhalten. Über Jahre hinweg ist sie Niederschlägen, UV-Strahlung, Hitze und Kälte, Straßenschotter und den Bürsten der Waschstraßen ausgesetzt. Damit das Auto diese Strapazen unbeschadet übersteht, bietet BASF Lösungen für alle vier Schichten an: Von der Kathodischen Tauchlackierung (KTL) über Füller und Basislack bis hin zur äußersten Schicht, dem Klarlack.

Über BASF
Das breite Portfolio der BASF reicht von Chemikalien, Kunststoffen, Veredlungsprodukten und Pflanzenschutzmitteln bis hin zum Angebot von Öl und Gas. Mit Forschung und Innovation unterstützt BASF ihre Kunden in nahezu allen Branchen dabei, heute und in Zukunft die Bedürfnisse der Gesellschaft zu erfüllen. Seinen Beitrag hat das Unternehmen in seiner Unternehmensphilosophie zusammengefasst: „Chemie, die verbindet – für eine nachhaltige Zukunft.“

BASF erzielt einen Jahresumsatz von über 70 Milliarden Euro (2015) und beschäftigt ca. 113.000 Mitarbeiter.

Chemie für eine nachhaltige Zukunft
Unter nachhaltiger Entwicklung versteht BASF die Kombination aus langfristigem und wirtschaftlichem Erfolg auf der einen Seite sowie Umweltschutz und Verantwor- tung für die Gesellschaft auf der anderen Seite. So strebt BASF ein Gleichgewicht zwischen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und Umweltschutzbedürfnissen an, um zur Sicherung der Entwicklungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen beizutragen.

Über den BASF-Unternehmensbereich Coatings
Der Unternehmensbereich Coatings der BASF entwickelt, produziert und vermarktet innovative Fahrzeug-und Autoreparaturlacke sowie Fassadenfarbe. Das Unternehmen betreibt Werke in Europa, Nord- und Südamerika sowie im Asien-Pazifik-Raum.